Neujahrswünsche - Vorschau auf 2026

Veröffentlichungsdatum02.01.2026Lesedauer3 MinutenKategorienThema
happy new year 2026

Liebe Weilerinnen und Weiler,

ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Jahr 2026. Möge es Ihnen und Ihren Familien Stabilität, Freude und die nötige Energie für die kommenden Aufgaben bringen.

Auch im neuen Jahr wollen wir unsere Gemeinde gemeinsam weiterentwickeln. Kultur und Gastlichkeit werden mit den Veranstaltungen der Lila Bühne wieder besondere Akzente setzen. Im sozialen Bereich prüft der Ausschuss für Soziales derzeit die Möglichkeiten zur Umsetzung eines Offenen Kühlschranks. Mit dem Projekt „Menschenwürde in Gemeinden sichtbar machen“ setzen wir zudem ein klares Zeichen für Respekt, Solidarität und Zusammenhalt.

Im Bereich Umwelt und Mobilität arbeiten wir gemeinsam mit den Nachbargemeinden daran, Tempo 30 weiter voranzubringen. Besonders erfreulich ist, dass sich die Gemeinde Röthis künftig ebenfalls in das Projekt zur Erstellung eines Straßen- und Wegekonzeptes einklinken wird, an dem die Gemeinden Klaus und Weiler bereits gemeinsam arbeiten. Gleichzeitig investieren wir in die Versorgungssicherheit: In der Gruppenwasserversorgung wird ein neuer Hochbehälter in Koblach errichtet, zudem erhält die ARA Vorderland eine Photovoltaikanlage.

Auch in der kommunalen Infrastruktur setzen wir wichtige Maßnahmen um: Die Außenbeleuchtung bei der Volksschule und beim Friedhof wird modernisiert, ebenso die Innenbeleuchtung im Kindergarten Gehren. Der Bebauungsplan wird aktualisiert und abgeschlossen. Für notwendige Kanalsanierungen ist die Umsetzung im Budget für das Jahr 2026 vorgesehen, die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten wird voraussichtlich im Jahr 2027 erfolgen.

Finanzielle Lage und notwendige Entscheidungen

Der Voranschlag 2026 zeigt, vor welchen finanziellen Herausforderungen wir derzeit gemeinsam stehen. Für das Jahr 2026 plant die Gemeinde Erträge von rund 7 Millionen Euro, denen Aufwendungen von etwa 8 Millionen Euro gegenüberstehen. Das ergibt einen Abgang von rund 1 Million Euro. Diese Zahlen sind keine abstrakten Größen, sondern sie bestimmen ganz konkret, wie viel Spielraum wir für Leistungen, Investitionen und Unterstützung in unserer Gemeinde haben.

Trotz dieser angespannten Situation investieren wir bewusst weiter: Rund 1,38 Millionen Euro, fließen in notwendige Projekte für Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Gleichzeitig gelingt es uns, den Schuldenstand auf rund 5,75 Millionen Euro zu senken. Auch die Pro Kopf-Verschuldung ist rückläufig und liegt bei rund 2.500 Euro. Das zeigt: Wir sparen nicht sinnlos, sondern handeln verantwortungsvoll und mit Blick auf die Zukunft.

Damit wir auch langfristig handlungsfähig bleiben, müssen wir jedoch Strukturen überprüfen und anpassen – sowohl innerhalb der Gemeinde als auch in jenen Verbänden, in denen Weiler Mitglied ist. Dabei werden Entscheidungen notwendig sein, die nicht jedem gefallen. Aber genau diese Entscheidungen sind notwendig, um wieder finanzielle Spielräume zu schaffen.

Ein Beispiel betrifft viele von Ihnen direkt: die Trinkwassergebühr. In den vergangenen Jahren war dieser Bereich nicht kostendeckend. Die Gemeinde musste Geld aus dem laufenden Budget zuschießen. Dieses Geld fehlt dann an anderen Stellen – etwa bei der Kinderbetreuung, bei der Infrastrukturentwicklung oder bei wichtigen Angeboten für Vereine und Ehrenamtliche. Deshalb wird die Trinkwassergebühr von 2,30 Euro pro Kubik auf 3,10 Euro pro Kubik angepasst. Eine andere Lösung wäre auf Dauer nicht verantwortbar gewesen.

Ich bitte Sie um Verständnis für diese Maßnahme. Sie stellt sicher, dass wir auch in Zukunft über eine zuverlässige Trinkwasserversorgung und ein funktionierendes Kanalnetz verfügen – ohne andere wichtige Bereiche unserer Gemeinde zu vernachlässigen.

Am wichtigsten ist mir dabei eines: gegenseitiges Verständnis und das Bewusstsein, dass wir diese Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen können. Wenn wir zusammenhalten, können wir das Bestmögliche erreichen – für Sie, für unsere Kinder, für unsere Vereine, für die Ehrenamtlichen und für unsere gesamte Dorfgemeinschaft.

Mit den besten Wünschen für ein erfülltes Jahr 2026
Bürgermeister Simeon Summer