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Zukunft Weiler - Betriebsgebiet Buxera - Ein Überblick

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Zukunft Weiler - Betriebsgebiet Buxera - Ein Überblick

 

Ein Thema, das die letzten Monate die Wogen hochgehen ließ und zum Spielball verschiedenster Interessensgruppen wurde – die mögliche Betriebsgebietserweiterung im Weiler Buxera. Wir haben versucht, Ihnen einen sachlichen Überblick über das Thema zusammenzustellen, denn Weiler möchte an dem Zukunftsprojekt festhalten.

 

Die Ansiedlung florierender Betriebe ist aus vielerlei Gründen für jede Gemeinde attraktiv. Umliegende Gemeinden wie Klaus, Röthis und Rankweil können auf große Betriebsgebiete und dementsprechend hohe Einnahmen aus der Kommunalsteuer zurückgreifen. Dieser finanzielle Spielraum bietet natürlich eine Vielzahl an Möglichkeiten, Projekte für die Bevölkerung auch abseits des Notwendigsten voranzutreiben.
Die Lösung für den knappen Haushalt vieler Gemeinden ist komplex und individuell, die Zurverfügungstellung von Flächen für regionale Betriebe und somit Arbeitgeber ist allerdings ein Garant für eine Vielzahl positiver Effekte. Eine rege Diskussion über derartige Vorhaben in einem dicht besiedelten Land wie Vorarlberg ist gut und richtig, allerdings sollte man dabei weder die individuellen Bedürfnisse und Probleme einzelner Gemeinden, noch das große Ganze aus den Augen verlieren.

Dass das Thema auf höchster politischer Ebene ein großes ist, zeigen die Bemühungen für die Region Vorderland, im Zuge der »Vision Rheintal« ein interkommunales Betriebsgebiet zuwege zu bringen. Hier treffen viele Interessen aufeinander und die ohnehin schon schwachen Gemeinden haben wenig Chance auf echte und schnelle Verbesserungen. Die Gespräche und Verhandlungen ziehen sich nun schon über mehrere Jahre und wurden im Jänner 2014 unterbrochen. Jede Verzögerung dieses langwierigen Prozesses bedeutet für Gemeinden wie Weiler weiter Ungewissheit über die langfristige Sicherstellung der für die Bevölkerung benötigten finanziellen Mittel. Derzeit erfährt das Projekt »Vision Rheintal Süd« eine Wiederbelebung und Weiler hat großes Interesse an einer langfristigen Realisierung. Bei der Sitzung »Interkommunale Betriebsgebiete für die Hangfußgemeinden Vorderland« im Dezember 2015 wurde ein Gebiet an der Grenze Klaus / Weiler für ein künftiges, interkommunales Projekt in Betracht gezogen. Das Gebiet (siehe Karte Gebiet 2) liegt neben und teilweise in dem von Weiler für Ölz vorgesehenen und viel diskutierten Gebiet im Buxera (siehe Karte Gebiet 1) in der Landesgrünzone. Eine Einbringung der überlappenden Fläche in die interkommunale

Fläche kann diskutiert werden. Um die eigenen Interessen möglichst zeitnah vertreten zu können, soll aber auch eine selbstverwaltete Fläche entstehen. Die geplante Ansiedlung eines Ölzwerkes auf der in Weiler liegenden Landesgrünzone im Buxera (siehe Karte Gebiet 1) hat viele Räder in Bewegung gesetzt. Dass trotz des bestens geeigneten Standortes von Ölz auch andere Varianten geprüft wurden, ist auch auf den massiven Gegenwind verschiedener Interessensgruppen zurückzuführen. Schließlich kam es aber aufgrund einer unerwarteten Erweiterungsmöglichkeit neben dem Werk in Wallenmahd zu einem Rückzug von Ölz.

Die Realisierung eines eigenen Betriebsgebietes soll nun unabhängig davon vorangetrieben und damit schon kurz- bis mittelfristig eine Stabilisierung des Gemeindehaushalts sichergestellt werden. Wir tun das mit höchster Sensibilität für die Vielzahl an Verantwortlichkeiten, die damit einhergehen, und an deren Beginn die bereits von uns eingereichte Kompensationsfläche (9,1 ha in Hanglage mit 5,6- fach höherem ökologischem Wert als die Fläche im Buxera und 1,53 ha Fläche in der Talsohle) steht. Dem gegenüber steht das 4,5 ha große Gebiet in der Landesgrünzone (siehe Karte Gebiet 1), derzeit konventionell mittels Maismonokultur bewirtschaftet und laut Gutachten von geringem ökologischem Wert. Daher würde die Landesgrünzone durch eine Integration unserer angebotenen Kompensationsfläche um bedeutend wertvollere Flächen reicher. 
Unsere Überlegungen werden von einem Verkehrskonzept genauso begleitet, wie wir auch Maßnahmen für die Aufwertung von Naherholungsgebieten sowie Ideen zu Dachflächenbegrünungen und Gemeinschaftsgärten ausarbeiten. Ebenso ist es das Ziel, interessierte Betriebe zu Maßnahmen zu verpflichten, die einen nachhaltigen Umgang mit Boden und Ressourcen sicherstellen. Am Ende dieses Prozesses soll das Gesamtpaket der Betriebsansiedlung und aller parallel dazu gesetzten Maßnahmen zu einer deutlich positiven Entwicklung der Gemeinde Weiler beitragen.
Eine Maismonokultur kann nicht erhaltungswürdiger sein als ein innovatives Zukunftsprojekt, das Verantwortung für die vielschichtigen Bedürfnisse von Mensch und Umwelt übernimmt.

»Meine Aufgabe als Bürgermeister ist die langfristige Sicherstellung einer positiven Entwicklung für Weiler. Unsere Betriebsflächen sind im Vergleich zu umliegenden Gemeinden sehr klein, dementsprechend wenig Kommunalsteuereinnahmen stehen uns zur Verfügung. Nahegelegene Arbeitsplätze erhöhen die Lebensqualität und reduzieren die Pendlerfahrten. Wir möchten mit einer Betriebsgebietserweiterung mit größtmöglicher Rücksicht auf Mensch und Umwelt ein Projekt für die Zukunft unseres Dorfes entwickeln.« Bürgermeister Dietmar Summer

 

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